Ukraine

Humanitär & seelsorgerisch engagieren wir uns in der Ukraine seit 1960 für Menschen in Not: Betroffene & Helfer legen Zeugnis ab

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Seit 2014 in kriegerische Auseinandersetzung verwickelt

Traurige „Berühmtheit“ erlangte die Ukraine durch den Atomunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 mit dramatischen Folgen für die natürlichen Lebensräume und die ansässige Zivilbevölkerung. Tausende Menschen wurden seinerzeit aus ihrer Heimat umgesiedelt. Das Land befindet sich seit dem politischen Machtwechsel und der Öffnung gegenüber dem Westen heute in einer tiefgreifenden Phase des Wandels und der Unsicherheit. Der militärische Konflikt mit Russland führte in der Ostukraine zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen und hat seit dem Jahr 2014 mehr als 10.000 Menschenleben gefordert. Die Ukraine ist nach Moldawien das zweitärmste Land auf dem Kontinent und steht aktuell wirtschaftlich und politisch vor großen Herausforderungen. Rund 3 Millionen Menschen sind auf dringende Hilfe angewiesen. Rund ein Drittel der Bevölkerung lebt in Armut, die Beschaffung von Nahrung und von Kleidung für den täglichen Bedarf stellen für die meisten eine große Hürde bei der Bewältigung ihres Lebens dar. Die Situation wird durch die steigenden Arzneimittel- und Versorgungskosten zusätzlich verschärft. Eine ausreichende Grundversorgung vieler Menschen ist gefährdet.

Unser Engagement

Mission ohne Grenzen ist seit 1960 in der Ukraine tätig. Seit dieser Zeit unterhalten wir im Land ein Netzwerk, um humanitäre Hilfen zu organisieren. Heute leiden die Menschen immer noch unter den Langzeitfolgen der Katastrophe von Tschernobyl und der aktuellen sozialen und ökonomischen Gesamtlage. Darunter haben vor allem Kinder zu leiden, die in denkbar schwierigen Verhältnissen aufwachsen. Mehr als 100.000 Kinder leben heute in Heimen und staatlichen Einrichtungen. Bereits im Jahr 2001 haben wir unsere Programme für Kinderpatenschaften auf die Ukraine ausgeweitet, um Tausenden von Kindern eine Unterstützung zu bieten, die auf unsere Hilfe dringend angewiesen. 
 
Mit unseren „Family Care“-Projekten, Patenschaftsprogrammen für Familien oder unseren Gemeinschafts- und Verpflegungszentren in Kooperation mit den Kirchen vor Ort bieten wir Familien, Kindern und älteren Menschen eine Grundversorgung und geben ihnen Hoffnung. Zu unseren Aktivitäten gehören überdies kostenlose Unterstützungen bei medizinischen Behandlungen. Werdende Mütter begleiten wir über unser „Mother-Care“-Programm, um eine Versorgung mit Medikamenten und der notwendigen Ausstattung auch nach der Geburt zu gewährleisten. So haben wir in Hunderten Fällen Neugeborenen einen guten Start ins Leben ermöglichen können. 
 
Jungen Menschen bieten wir in Kooperation mit den Kirchen vor Ort über unsere Hilfsprogramme Ausbildungsmöglichkeiten, die sie weiterbringen und Ihnen eine Perspektive für ihre Zukunft öffnen. 
 
Werden auch Sie Teil unserer Gemeinschaft, geben Sie Kindern und Familien in Not Hoffnung und eine Perspektive für die Zukunft! 
 

Zahlen und Fakten:

Einwohner: 41 Millionen

Legt man inoffizielle Angaben zugrunde, leben rund 35 Prozent der Bevölkerung in Armut. 11 Prozent der Bevölkerung haben laut eigenen Angaben nicht genügend Geld für Nahrungsmittel, für rund 34 Prozent ist es eine Herausforderung, Kleidung zu kaufen. Rund 40 Prozent der Haushalte sind auf staatliche Zuschüsse angewiesen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch; die steigende Arbeitsmigration ins europäische Ausland ist Folge einer prekären wirtschaftlichen Lage, aus der vor allem viele junge Ukrainer einen Ausweg suchen.
           
Monatlicher Durchschnittslohn:  350 Euro brutto / gesetzlicher Mindestlohn: 150 Euro

Arbeitslosenquote: 9,7 Prozent (offiziell)/ 25 Prozent (inoffizielle Angaben)

Armutsniveau: 12,5 Prozent (offiziell), 45 Prozent (inoffiziell), 65 Prozent nennen sich selbst arm.  

Lebenshaltungskosten: 
1 kg Reis: 1,20 Euro
1 kg Brot: 0, 50 Euro
1 Liter Milch: 0,90 Euro
1 kg Schweinefleisch: 3,60 Euro
Jacke: 21,00 Euro
Hose (Jeans): 27,30 Euro 
Ein Paar Schuhe: 54,50 Euro
Miete für ein Appartement (2 Zimmer, Bad): 150,00 Euro


Als Student am College fand ich heraus, dass ich eine Zwillingsschwester hatte …

Ich hörte meine Zwillingsschwester eines Nachts weinen, als wir noch Babys waren, und meine betrunkenen Eltern schlugen sie. Am Morgen fanden sie sie tot vor. Mein Stiefvater nahm alle Schuld auf sich und musste ins Gefängnis. Dann fand ich heraus, dass ich vier Geschwister habe. Meine Mutter brachte sie zur Welt und gab sie dann weg in Waisenhäuser. Einmal versuchte sie, eines ihrer eigenen Babys zu töten, worauf man sie als psychisch krank einstufte.

Ich war so wütend und fühlte mich nicht würdig, geliebt zu werden, weil ich das Kind dieses Monsters war. Meine christlichen Mentoren haben so viel Zeit und Mühe gebraucht, um mich zu trösten und zu ermutigen. Endlich kam ein Wendepunkt. Es war Silvester und ich hatte einen Traum. Ich sah Gott in diesem hellen Licht und ich sah auch den Teufel. Ich verstand, dass es keinen anderen Weg gab, als sich für einen der beiden zu entscheiden. Dann wachte ich auf und wusste, dass ich zu Gott gehören wollte.

Als Kind, das in einem Waisenhaus aufwuchs, wusste ich oft nicht, wie ich mich verhalten sollte, und fühlte mich unsicher. Ich wurde verschlossen und misstrauisch, um mich zu schützen. Meine wertvollste Erinnerung handelt von der Sommerfreizeit. Dort wurde mir klar, was Freundschaft, Akzeptanz und Liebe bedeuten. Ich hatte auch einen Paten, der mir schrieb. Diese Briefe waren eine Art Verbindung zur Außenwelt. Es half mir, mich nicht wie ein Waisenkind ohne Zukunft zu fühlen.

Jetzt bin ich 23 und habe viele Träume und Pläne. Ich gehe oft zusammen mit anderen Christen in Waisenhäuser. Wenn ich die Kinder sehe, weiß ich, wie sie leben und ich verstehe, dass alles in Ordnung sein wird, wenn sie Gott finden, wie ich es getan habe. 

Vitalina aus der Ukraine, die als Kind eine Patin hatte.


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