Mission ohne Grenzen e. V.
"Christliches Hilfswerk für Osteuropa"

Flut in Bosnien-Herzegowina

16.05.2014

Floods -in -Bosnia -and -HerzegovinaIn Bosnien-Herzegowina wurde jetzt wegen des seit letzter Woche anhaltenden Hochwassers der Ausnahmezustand ausgerufen.

Nachdem am Donnerstag einige Städte beinahe vollständig überflutet waren, hat das Staatspräsidium des bosnischen Landesteils die Streitkräfte dazu eingesetzt, Menschen in Maglaj, Zentralbosnien, zu helfen, von denen viele von der Flut in ihren Häusern eingeschlossen sind ohne Trinkwasser und ohne Strom.

Berichte aus Maglaj sprechen davon, dass viele Familien auf Rettung warten, nachdem sie sich vor den Wassermassen auf die Hausdächer geflüchtet haben. Viele Einrichtungen in der Stadt sind vollständig unter Wasser.

Die Regierung der bosnischen Föderation hat den Katastrophenzustand ausgerufen und Notfallzentralen eingerichtet, um Rettungsmaßnahmen für die am schlimmsten betroffenen Gebiete zu organisieren.

Der Stromerzeuger Elektroprivreda BiH hat mitgeteilt, dass etwa 40.000 ihrer Kunden in den Kantonen Zenica-Doboj, Tuzla und Sarajevo von der Stromversorgung abgeschnitten sind.

Es wurden dramatische Bilder von den Städten Zavidovici und Olovo gezeigt, auf denen eine Brücke von den Wassermassen weggerissen und mit weggespült wurde. Der größte Teil von Olovo stand - wie auch viele andere Städte - unter Wasser.

Die Stadtzentren in Lukavac, Zivinice, Zepce und Doboj waren überschwemmt wie auch einiges flussnahes Land um Bijeljina, Sarajevo, Zenica, Kakanj, Visoko, Bratunac, Zvornik und Brcko.

Im anderen Landesteil, der Republik Srpska, hat der Innenminister Streitkräfte und Polizei zur Hilfe mobilisiert.

Der Wasserpegel des Flusses Bosna ist in der Stadt laut Berichten um sechs Meter angestiegen und hat Straßen unpassierbar gemacht.

Auch wurde aus vielen Städten berichtet, dass die Menschen Angst davor hatten, was die Nacht zum Freitag bringen würde, da den ganzen Tag lang unaufhörlich Regen gefallen war.

Mission ohne Grenzen hat das örtliche Rote Kreuz mit Gummistiefeln, Decken und Essen versorgt. Mitarbeiter des Roten Kreuzes liefern diese Hilfsgüter in die gefährdeten Gegenden und versorgen Menschen damit, die von der Naturkatastrophe betroffen sind.

von Miona Boskovic, Bosnien-Herzegowina