Mission ohne Grenzen e. V.
"Christliches Hilfswerk für Osteuropa"

Neuigkeiten zum Hochwasser in Bosnien-Herzegowina

19.05.2014

Update -on -Floods -in -BH

Unser Missionsleiter aus Bosnien-Herzegowina stellt folgende Informationen zur Hochwassersituation in seinem Land zur Verfügung:

Folgende Statistiken aktuellen Hochwassersituation habe ich finden können:

1,2 Mio. Menschen befinden sich in Gefahr oder sind betroffen in dem überfluteten Gebiet.

In fast 2.000 Orten kam es zu Erdrutschen, wurden Häuser zerstört oder die Infrastruktur beschädigt.

In einigen Städten wird sich das Hochwasser noch für eine längere Zeit halten, so dass Seuchengefahr besteht und zehntausende Menschen vorübergehend umgesiedelt werden müssen.

Der vorläufige Sachschaden wird schon jetzt auf mehrere Billionen US-Dollar geschätzt. 70 Menschen sind bisher gestorben oder werden vermisst.

Die negativen Zahlen steigen und man geht bereits jetzt davon aus, dass es mehr als ein Jahr dauert, bis sich die betroffenen Gegenden von den Folgen der Flut wieder erholt haben. Die Verwaltung wird in den nächsten Wochen genauere Zahlen veröffentlichen, wenn die entstandenen Schäden genauer untersucht wurden.

Unsere Einsatzbereiche in Bosnien-Herzegowina liegen größtenteils nicht im Hochwassergebiet. Allerdings werden sich die Folgen der Flut auf das ganze Land auswirken und wir werden so viel Hilfe anbieten, wie es uns möglich ist, um den betroffenen Menschen beizustehen.

Um den Menschen zu helfen, werden wir mit Kirchengemeinden, dem Roten Kreuz und Katastrophenschutzdiensten in der Nähe des Flusses Sava im Norden zusammenarbeiten. Es wird Zeit brauchen; diese Gebiete werden vermutlich in den nächsten zwei Jahren Unterstützung benötigen. Im Moment sind die Menschen gut organisiert, helfen mit täglichen Mahlzeiten, Wasser und Hygieneartikeln. Wir erwarten schönes Wetter in den nächsten sieben Tagen und hoffen, dass dann alle Straßen wieder geöffnet werden und befahrbar sind. Es wird eine Weile dauern, aber mit Gottes Hilfe wird es wieder gut.

von Dalibor Kojic, Bosnien-Herzegowina