"Ich wusste nicht, was ich machen sollte"

Missionsmagazin Oktober 2021


Wenn man einen Beruf erlernt und ein Zeugnis darüber hat, fühlt man sich als ein Teil der Gesellschaft. (Jana)

"Nach dem Abschluss der 8. Klasse wusste ich nicht, was ich machen sollte. Zu dieser Zeit lernte ich einen Mann kennen. Ich wurde schwanger, aber er wollte keine Verantwortung für die Familie übernehmen und verließ mich. Seitdem ziehe ich meinen Sohn Maxim (10) allein auf. Meine Mutter hat mir sehr geholfen. Sie blieb bei dem Baby, wenn ich ins Ausland ging, um Geld für Windeln zu verdienen."

Jana, 29 Jahre alt, alleinerziehende Mutter, verkörpert das Leben vieler junger Frauen in Moldawien, die keine berufliche Ausbildung erhalten konnten. Armut, mangelnde Motivation und die fehlende Unterstützung durch die Familie behindern den Weg zur Bildung. Sie erzählt: „Als ich verzweifelt auf der Suche nach Arbeit gewesen bin, wurde ich immer daran erinnert, dass die Not zu Hause sehr groß war. Mutter und Maxim hatten wenig zu essen. Die Wände unseres Hauses waren brüchig, und die Decke drohte einzustürzen.“ Dann bekam Jana Kontakt mit Mission ohne Grenzen und ihr wurde eine Ausbildung ermöglicht. Sie erzählt lächelnd: „Ich war so aufgeregt, als ich diese Chance zu einem Manikürekurs bekam. Wenn man einen Beruf erlernt und ein Zeugnis darüber hat, fühlt man sich als ein Teil der Gesellschaft. Hätte ich diese Möglichkeit nicht bekommen, müsste ich immer noch für Gelegenheitsarbeiten ins Ausland gehen, denn hier im Dorf kann man nicht viel machen“.

Zwei Monate nach der Weiterbildung hat Jana mittlerweile einen kleinen Kundenstamm. Sie ist so dankbar dafür, Frauen die Nägel lackieren und dadurch Geld im eigenen Haus verdienen zu können. Sie kann bei ihrem Sohn sein und auch in dessen Ausbildung investieren. Sergiu Lapaci, unser Koordinator in der Gemeinde Palanca, erklärt: „Etwa 40% der Jugendlichen in diesen ländlichen Gegenden arbeiten nur saisonal auf dem Land. Einige der Mädchen wollen heiraten und ein Kind bekommen. 80% enden mit demselben Leben wie ihre Eltern. Diese Kinder verstehen nicht, dass sie diesen Kreislauf durchbrechen können, wenn sie lernen.“

Wenn sich Jugendliche bei ihm melden, um eine Ausbildung zu beginnen, sucht Sergiu nach entsprechenden Bildungsbereichen und vermittelt eine geeignete Ausbildungsstelle. Er sagt: „Unsere Bildungsunterstützung ist ein sehr wichtiger Schritt, um den Weg aus der Armut zu ermöglichen. Im Rahmen unseres Programms in Moldawien studieren derzeit 110 Studenten an lokalen Hochschulen, Berufsschulen oder Universitäten mit Hilfe eines Stipendiums. Etwa 10 ältere Erwachsene wie Jana haben Zugang zu beruflicher Unterstützung mit finanzieller Hilfe. Bildung kann die Tür zu Arbeitsplätzen, Fähigkeiten und Möglichkeiten öffnen, die eine Familie braucht.“ Wir, von Mission ohne Grenzen, möchten vielen jungen Menschen aus den Armutsvierteln die Möglichkeit geben, dass sie eine Ausbildungsstelle oder sogar eine Uni besuchen können. Damit die dafür nötigen Schulhilfen und Stipendien finanziert werden können, bitten wir um Ihre Unterstützung.

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