Ich will stark sein - für meine Kinder

Missionsmagazin Juni 2021


Wir haben uns große Sorgen um unseren Vater gemacht. Wir lieben ihn und er lehrt uns, nach den Prinzipien Gottes zu leben.

Ivan Prymak (40) lebt mit seinen Töchtern in einem abgelegenen Dorf in Sarny (Westukraine). Ihre Wohnung ist sehr klein. Sie hat keinen Wasser- und keinen Gasanschluss. Ivans Frau verstarb an einer Krebserkrankung. In seiner Verzweiflung trank er viel Alkohol und konnte seine Kinder nicht mehr versorgen. Vor einiger Zeit wurde bei Ivan Nierenversagen und eine Herzerkrankung diagnostiziert, so dass er ins Krankenhaus musste. In dieser Zeit kümmerte sich Serhiy, der Familienbetreuer von Mission ohne Grenzen um die Familie.

Bei Serhiys Besuchen im Krankenhaus kam Ivan zum Glauben an Jesus. Er berichtet: "Ich habe meine körperliche Gesundheit verloren. Ich muss jetzt immer einen Katheter tragen und drei Mal pro Woche zur Dialyse." Er lächelt und erzählt weiter: "Aber ich bin Gott aufrichtig dankbar, dass ich mich jetzt wieder besser um meine Kindern kümmern kann. Und ich habe von Serhiy so viele wertvolle und nützliche Ratschläge für die Erziehung meiner Kinder erhalten." Seine Tochter Diana (14) ergänzt: "Wir haben uns große Sorgen um unseren Vater gemacht. Wir lieben ihn und er lehrt uns, nach den Prinzipien Gottes zu leben. Wir sind der Mission sehr dankbar für ihre kontinuierliche Unterstützung mit Lebensmitteln, Kleidung, Schuhen, Hygieneartikeln, Schreibwaren und vielem mehr. Wir danken all denen, die uns durch ihre Spenden sehr geholfen haben." Während Familie Prymak in der Westukraine gut versorgt werden kann und sich dabei relativ sicher fühlt, erleben die Menschen in der Ostukraine eine große Unsicherheit. Oleh Serba, der Koordinator von Mission ohne Grenzen in Slovyansk (Donezk) betreut ein Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige, ein Heim für ältere und einsame Menschen und das Zentrum für alleinstehende Mütter und Flüchtlinge vor Ort.

Er berichtet: "Seit Beginn des Krieges 2014 fühlt sich die Bevölkerung, als säße sie auf einem Pulverfass. Eskalationen, Feindseligkeiten und die Gefahr einer Invasion lagen schon immer in der Luft, aber heute erst recht. Als Russland begann seine Armee an den Grenzen zu unserem Land zu sammeln, brachte das natürlich noch mehr Unruhe und Ängste mit sich. Die Menschen befürchten eine totale Invasion aus allen Richtungen entlang der 2000 km langen Grenze. Wir leben nur 60 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Die Städte und Dörfer, die näher an dieser Linie liegen, sind meist verlassen und verwüstet. Es gibt sehr viel Trauer und Schmerz. Ich hoffe, dass diese Infektion von Krieg und Zerstörung sich nicht weiter ausbreiten wird. Bitte beten Sie für Frieden. Bitte beten Sie, dass Gott eine Invasion nicht zulässt."

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