Albanien

Albanien gehört zu den ärmsten Ländern auf dem Kontinent: Wir engagieren uns seit 1991 für Menschen in Not

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Betroffene & Helfer berichten von ihren Erfahrungen.

Albanien gehört zu den ärmsten Ländern Europas. Unter den jungen Menschen ist heute jeder dritte arbeitslos. Mehr als 40 Jahre regierte die kommunistische Partei, unter deren Regime das Land zu einem der ökonomisch unterentwickeltsten Länder der Welt wurde. Nach Jahrzehnten der Isolation unter der Diktatur fanden 1992 die ersten freien Wahlen statt. Bis heute ist das Land politisch instabil und sozial gespalten. Amnesty International rügt in seinem jährlichen Bericht regelmäßig Polizeigewalt, organisierte Kriminalität und familiäre Gewalt, die sich zumeist gegen Frauen richtet. Auch die Diskriminierung und sozio-ökonomische Benachteiligung von Minderheiten (Sinti, Roma) gehört immer noch zum Alltag.

Unser Engagement

Sofort nach der Öffnung Albaniens 1991 haben wir mit unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern und Helfern vor Ort sowie in enger Partnerschaft mit den örtlichen Kirchen damit begonnen, die Ärmsten zu unterstützen. 1994 wurde Mission ohne Grenzen von der albanischen Regierung für sein Engagement mit dem Mutter-Theresa-Orden ausgezeichnet. Vielen Familien in Albanien fehlt es am Nötigsten: Die Befriedigung der Grundbedürfnisse wie Nahrungsmittel und Kleidung stellen für die Menschen eine große Herausforderung dar. In Städten suchen Familien im Müll nach Brauchbarem, um zu überleben. Die Kindersterblichkeit ist hier besonders hoch, zumal es an einer angemessenen medizinische Grundversorgung mit Medikamenten fehlt. Hier begegnen wir mit Hilfs- und Gesundheitsprogrammen sowie verschiedenen missionarischen Angeboten der größten Not und bieten seelische und soziale Unterstützung für Familien, Gruppen oder Einzelpersonen, die ohne unsere Hilfe keine Perspektive hätten.

Werden auch Sie Teil unserer Gemeinschaft, geben Sie Kindern und Familien in Not Hoffnung und eine Perspektive für die Zukunft!

Zahlen und Fakten:

Einwohner: 2,8 Millionen (hohe Abwanderung) 

Die Armut im Land ist heute einer der zentralen Gründe für die hohe Zahl an Abwanderung. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen liegt mit 4.500 Euro rund 40 Prozent unter dem Niveau der EU-Länder. Rund 2,5 Prozent der Bevölkerung lebt mit einem monatlichen Einkommen von unter 60 US-Dollar (ca. 50 Euro) bzw. weniger als 2,5 US-Dollar (ca. 2 Euro) pro Tag – und damit in bitterer Armut. 

Monatlicher Durchschnittslohn: 400 Euro brutto. 

Arbeitslosenquote 13,7 Prozent (offiziell)/ Jugendarbeitslosigkeit: 30 Prozent (inoffizielle Angaben) 

Armutsniveau: 45,5 Prozent 

Lebenshaltungskosten: 
1 Kg Reis: 1,20 Euro 
1 Liter Milch: 1 Euro 
1 Kg Fleisch: 4,90 Euro 
Winterjacke: 52 Euro 
Hose (Jeans): 22 Euro 
Ein Paar Schuhe: 37 Euro 
1 Kubikmeter Feuerholz: 48 Euro 
Heizung (monatlich): 52 Euro 
Wasser (monatlich): 18,50 Euro

Ich dachte daran, Albanien zu verlassen

Ich denke, wir alle haben es irgendwann getan. Aber mein Mann sagte: "Was wird aus diesem Land, wenn wir alle gehen?"

Albanien war das letzte Land in Osteuropa, in dem der Kommunismus zusammenbrach, und als es endlich geschah, waren wir alle so begeistert. Es begann eine neue Ära und wir dachten, wir wären jetzt wie der Rest der Welt. Wenn Sie in den Jahren des Kommunismus Religion praktizierten, konnten Sie inhaftiert, deportiert und in einigen extremen Fällen sogar hingerichtet werden. Als sich das Land 1990 öffnete, gab es einen solchen Durst nach dem Wort Gottes. Mission ohne Grenzen plante Bibelverse und christliche Schreiben in einer Lokalzeitung zu veröffentlichen. Sie suchten jemanden, der es übersetzte. Ich bot mich an und sie stimmten zu. Es ist erstaunlich: Gott hat einen Plan für jeden, bevor er es weiß! Am Anfang wussten wir nicht, was genau wir tun sollten und wie lange es dauern würde. Ich bin geistlich mit meiner Aufgabe bei der Mission gewachsen – seitdem bin ich ein Teil davon. Es geht weniger um Zahlen und wie vielen Menschen wir helfen konnten, sondern um reale Menschen, die alle ihre eigene Geschichte haben. Ich bereue es nicht, auf dem Land geblieben zu sein, weil es immer nur um die Mission ging. Wenn Sie die Früchte des Dienstes sehen, fühlen Sie sich als Teil von etwas Gutem.

Monika, seit 1992 Leiterin von Mission ohne Grenzen in Albanien

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