Bulgarien

Mit unserem humanitären & seelsorgerischen Engagement unterstützen wir seit 1991 Menschen in Not

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Das ärmste EU-Land

Nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems im Jahr 1989 geriet das Land in eine schwere wirtschaftliche Krise mit dramatischen Auswirkungen für weite Teile der Bevölkerung. Infolge der prekären wirtschaftlichen und sozialen Lage ist die Arbeitsmigration bis heute außergewöhnlich hoch. Bulgarien hat in den vergangenen 25 Jahren fast ein Fünftel seiner Bevölkerung verloren. Seit 1991 ist Bulgarien eine „parlamentarische Republik“, allerdings bis heute ohne eine wirklich gefestigte politische Kultur und Rechtsstaatlichkeit. Die Geschäftsinteressen von Oligarchen, Korruption und Kriminalität halten die Geschicke des Landes fest im Griff. Bulgaren gehören zu den ärmsten EU-Bewohnern und können sich im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn im Durchschnitt nur die Hälfte leisten. Arbeitslosigkeit und Armut haben ganze Landstriche entvölkert; in den ländlichen Gebieten ist die Not durch Arbeitslosigkeit oder Erwerbstätigenarmut besonders hoch. Minderheiten werden nach wie vor systematisch ausgegrenzt und diskriminiert. So gehören rassistische Vorurteile und Übergriffe für die in Bulgarien lebenden Roma (etwa 5 Prozent der Bevölkerung), von denen schätzungsweise 40 Prozent unterhalb der Armutsgrenze leben, immer noch zum Alltag.

Unser Engagement

Mission ohne Grenzen arbeitet seit dem friedlichen Umbruch und der Öffnung des Landes im Jahr 1991 in Bulgarien. In enger Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden vor Ort konnten Hilfsprogramme ins Leben gerufen werden, mit denen wir notleidenden Kindern, Familien und älteren Menschen eine Grundversorgung gewährleisten, eine medizinische Versorgung ermöglichen und emotionalen Beistand leisten. 1997 wurde unser Hauptstadtbüro in Sofia eingerichtet. Seit dem Jahr 2000 haben wir unser humanitäres und seelsorgerisches Engagement ausgeweitet, um körperlich Behinderte und ältere Menschen gezielter und noch besser unterstützen zu können. Um zu gewährleisten, dass unsere Hilfe auch zu jenen gelangt, für die sie bestimmt ist, arbeiten wir in enger Abstimmung mit unseren bulgarischen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern der Kirchengemeinden vor Ort zusammen. 
 
Benachteiligten Kindern gilt unsere besondere Nächstenliebe. In unseren Sommerfreizeiten erfahren sie pädagogische Förderung, Verständnis und psychische Unterstützung. Hier können sie sich aufgehoben fühlen, lernen und spielen in einer Atmosphäre der Geborgenheit. Notleidende ältere Menschen sind in den von uns unterstützten kirchlichen Gemeinschaftszentren stets willkommen. Hier erhalten Sie warme Mahlzeiten, erfahren seelische Zuwendung und werden würdevoll aufgenommen. Mit Fortbildungsprogrammen und Computerkursen möchten wir dazu beitragen, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen und den von uns betreuten Menschen wieder eine Perspektive geben, selbstständig zu werden.
  
Werden auch Sie Teil unserer Gemeinschaft, geben Sie Kindern und Familien in Not Hoffnung und eine Perspektive für die Zukunft!
 

Zahlen und Fakten:

Einwohner: 7,3 Millionen

Der Anteil der von Armut direkt betroffenen Menschen lag im Jahr 2019 bei rund 32 Prozent. Rund 65 Prozent der Bevölkerung ist zurzeit kaum oder nicht in der Lage, ihren Unterhalt zu decken. Die meisten Bulgaren sind unterfinanziert. 150 bis 200 Euro Rente decken nicht einmal die minimalsten Lebenshaltungskosten älterer Menschen. Krank werden ist in Bulgarien ein Luxus, den sich der Durchschnittsbürger nicht leisten kann. Tausende junge und gutausgebildete Arbeitsmigranten verlassen jährlich Bulgarien, um ihrer perspektivlosen Lage im eigenen Land zu entkommen. 

Monatlicher Durchschnittslohn:  400 Euro brutto / 190 Euro in 22 Prozent der Haushalte, Stundenlohn: 2,40 Euro   

Arbeitslosenquote: 7,2 Prozent (offiziell)

Lebenshaltungskosten: 
1 kg Reis: 1,50 Euro
1 Liter Milch: 1,20 Euro
1 kg Fleisch: 7,- Euro
Winterjacke: 50,- Euro
Hose (Jeans): 30,- Euro 
Ein Paar Schuhe: 48,20 Euro
1 Kubikmeter Feuerholz: 55,60 Euro
Heizkosten (monatlich): 100,00 Euro
Wasser (monatlich): 27,80 Euro

Sevda, Leiterin einer Roma-Kirche in Bulgarien, in der wir eine Reihe von Projekten durchführen

Ich erlebte viele Drohungen, Beleidigungen und Widerstände. Jeder war gegen mich, nur weil ich angefangen hatte, allen Menschen in einem Vorort von Gotse Delchev von Jesus zu erzählen. Dort lebten türkischstämmige Muslime. Ich lud sie ein, sich meiner Heimatgruppe anzuschließen. Aus dieser Gruppe formte sich dann eine türkischsprachige Kirchengemeinde.

Die Leute sagten meinem Mann, er solle mich aufhalten, ansonsten würden sie uns beide schlagen und vertreiben. "Wir sind Muslime und wir werden es nicht zulassen, dass Sie uns zu Christen machen", sagten sie. Mein Mann fing an, mich zu Hause zu missbrauchen. Eines Nachts schlug er mich sehr schlimm. Dann, in einer anderen Nacht hatte er die Vision eines leuchtenden Engels - enorm groß und so stark blendend, dass er ihn nicht ansehen konnte. Mein Mann weckte mich sofort und sagte: „Sevda, ich werde dich nicht mehr aufhalten. Du kannst machen, was immer du willst.'

Ich komme aus einer muslimischen Familie. Mein Großvater und mein Onkel waren beide Imame. Aber dann wurden meine Mutter und meine Schwester Christen und sie begannen, für mich zu beten. Ich sah die Liebe, die meine Schwester und ihre neuen christlichen Freunde füreinander hatten, und fand sie unerklärlich. Sie gab mir ein Neues Testament, das ich zu lesen begann, und bald darauf nahm ich Jesus als meinen persönlichen Retter an.

Gott ist treu und gibt sein Werk niemals auf.

Sie warfen Steine auf mich und nannten mich eine Verräterin

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75 Menschen, die in Sofia auf der Straße leben erhalten täglich eine warme Mahlzeit durch unsere Suppenküchen

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