Rumänien

Kinder, Familien & ältere Menschen in Not unterstützen wir in Rumänien seit 1997

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Armut setzt sich in ländlichen Gebieten fest

Misswirtschaft und der Größenwahn des Ceauşescu-Regimes haben das Land über Jahre hinweg in den Ruin getrieben: Das ehemalige „Armenhaus Europas“ hat sich seit dem Ende des kalten Krieges und dem Sturz des Machthabers im Jahr 1989 nur mühsam stabilisieren können. Das soziale Gefälle zwischen Arm und Reich ist in dieser Zeit gewachsen. Vor allem in den ländlichen Gebieten gibt es Regionen, die wirtschaftlich abgehängt sind und in denen die Bevölkerung nach wie vor Not leidet. 

Unser Engagement

Mission ohne Grenzen engagiert sich in Rumänien offiziell seit 1990. Die Schicksale von über 100.000 verwaisten und verlassenen Kindern, die durch Ceauşescus Zwangsprogramme in hunderten heruntergekommenen Kinderheimen leben mussten, hatte uns sehr bewegt und fand unsere besondere Aufmerksamkeit. Um die verzweifelte Lage der Kinder zu verbessern und Familien in ihrer bitteren Armut zu helfen, haben wir seinerzeit ein Programm mit Kinderpatenschaften ins Leben gerufen. 
 
Seit dem Eintritt Rumäniens in die EU wurden durch ein Regierungsprogramm zahlreiche dieser staatlichen Kinderheime mittlerweile aufgelöst. Die Kinder wurden, soweit dies noch möglich war, in ihre Familien reintegriert, kamen in Pflegefamilien oder wurden in eigens eingerichteten betreuten Wohngemeinschaften untergebracht – Projekte, die wir nach wie vor fördern, um die Folgen der Heimunterbringung aufzufangen. Viele Kinder brauchen eine pädagogische und seelsorgerische Begleitung, um die bedrückenden Erfahrungen des Heimalltags hinter sich lassen zu können. Auch fehlen ihnen oft die sozialen Kompetenzen um einen gelungenen Einstieg in das Berufsleben zu finden. Mission ohne Grenzen ist hier vermittelnd tätig und hat unter anderem damit begonnen, vor Ort Berufsausbildungsstätten einzurichten.
 
Werden auch Sie Teil unserer Gemeinschaft, geben Sie Kindern und Familien in Not Hoffnung und eine Perspektive für die Zukunft! 
 

Zahlen und Fakten:

Einwohner: 19,4 Millionen (mit hoher Abwanderungsquote)

Etwa 85 Prozent der rumänischen Bevölkerung verdient im Durchschnitt zu wenig, um sich einen angemessenen Lebensstandard leisten zu können. Eine Familie mit zwei Kindern benötigt im Monat etwa 1450 Euro, um alle Lebenshaltungskosten abzudecken. Der Anteil der von Armut bedrohten Personen lag im Jahr 2019 bei rund 31 Prozent. Rund 45 Prozent der Bevölkerung lebt auf dem Land, davon etwa 40 Prozent unter der Armutsgrenze. 
 
Monatlicher Durchschnittslohn:  580 Euro brutto / gesetzlicher

Mindestlohn: ca. 466 Euro 

Arbeitslosenquote: 7,2 Prozent / Jugendarbeitslosigkeit: 23 Prozent 

Armutsniveau: 38,8 Prozent 

Lebenshaltungskosten:
1 Kg Reis: 1,60 Euro
1 Liter Milch: 1,60 Euro
1 Kg Brot: 1,70 Euro
1 Kg Fleisch: 6,90 Euro
Winterjacke: 45 Euro
Hose (Jeans): 27 Euro 
Ein Paar Schuhe: 52,20 Euro
1 Kubikmeter Feuerholz: 113,60 Euro
Heizung (monatlich): 158, 90 Euro


300 Kinder und nie genug zu essen

Manchmal übernahmen wir freiwillig zusätzliche Arbeit in der Küche, wie das Abwaschen des Geschirrs oder das Reinigen des Bodens, nur um zusätzliches Essen zu bekommen – dann hörte mein Magen endlich auf zu knurren …

Einmal habe ich deswegen mit einem anderen Mädchen gekämpft - sie hat mir mit einer Stricknadel in den Fuß gestochen und ich wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Die schwierigste Zeit für mich waren die Sommerferien. Viele der Mädchen gingen zu ihren Familien nach Hause. Ich hatte niemanden! Mein Vater ist Alkoholiker und hat kein Interesse an mir. Meine Mutter ist gestorben.

Mit 18 sagte man mir: “Du musst jetzt gehen“. Also wohnte ich bei meiner Tante, und zu dieser Zeit traf ich jemanden, der für Mission ohne Grenzen arbeitete. Ich nahm an einem Nähkurs teil und erfuhr dort wie Gott lenkt. Er bereitete alles für mich vor. In 2006 wurde ich getauft und Gott veränderte mein Leben von Grund auf. Jetzt habe ich einen guten Job, meine eigene Wohnung und ich bin sehr dankbar und glücklich darüber, wo ich bin. Ich verurteile meine Familie nicht, denn ich verstehe, dass sie arm waren und sich nicht um mich kümmern konnten.

Mir ist klar geworden, dass Gott, obwohl ich in einem Waisenhaus aufgewachsen bin, immer einen Plan für mein Leben hatte. Er hat mich immer beschützt - ich musste nie auf der Straße schlafen - und jetzt denke ich nur noch an die Zukunft. Es ist mein einziger Wunsch, eine eigene Familie zu haben - und ich bete und vertraue Gott, dass er mir zur richtigen Zeit eine geben wird.

Marina, aufgewachsen in einem staatlichen Waisenhaus in Rumänien


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