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"Nichts würde mehr so sein wie zuvor..."

Die Überlebenden der Belagerung von Mostar

PROJEKTSPENDE

„Mir kam es vor, als hätte ich einen Teil meiner Jugend, einen Teil meiner selbst, verloren.“

Miona Boskovic lebt in Mostar in Bosnien-Herzegowina. Im Jahr 1993, als sie 16 Jahre alt war, begann die Belagerung der Stadt, eine der vielen Schlachten des grausamen Bosnien-Kriegs.

Die Belagerung dauerte drei Jahre. Es gab immer wieder Einschläge von Bomben und Granaten, die aus den umgebenden Bergen abgefeuert wurden, und in den Straßen, die den Ost- vom Westteil trennten, kämpften Soldaten im Häuserkampf um jeden Meter.

Miona, heute Programmleiterin von Mission ohne Grenzen für Bosnien-Herzegowina, erzählt: „Wir blieben in der Stadt, konnten jedoch das Haus nicht verlassen. Meine Schwester und ich versteckten uns im Keller und fürchteten uns vor jedem einzelnen Einschlag.“

„Fast jeden Tag hörten wir, dass ein Freund oder Familienmitglied getötet worden war. Es wurde einfach zu viel, und meine Schwester und ich verließen die Stadt in einem Flüchtlingsbus, der nach Frankreich fuhr. Meinen Vater ließen wir zurück.“

„Nach dem Ende des Krieges kehrten wir nach Mostar zurück. Wir kamen mit dem Bus an – und ich erkannte meine Stadt nicht mehr wieder. Die Gebäude waren schwer beschädigt und voller Einschüsse. Mir wurde klar, dass nichts mehr so sein würde wie zuvor.“

Things would never be the same again...Surviving the siege of Mostar

„Als ich meinen Vater wiedersah, war er abgemagert, sein Gesicht war grau, und seine einst so leuchtenden blauen Augen hatten ihren Glanz verloren. Sein strahlendes Lächeln war verschwunden. Am schlimmsten aber war, dass er nur noch ganz leise mit meiner Mutter sprach und meine Schwester und mich nicht einmal ansehen konnte. Wir waren verwirrt, fühlten uns zurückgestoßen und verstanden als Jugendliche nicht, was los war. Alles war höchst beunruhigend.“

Als ich meinen Vater wiedersah, war er abgemagert, sein Gesicht war grau, und seine einst so leuchtenden blauen Augen hatten ihren Glanz verloren. Sein strahlendes Lächeln war verschwunden ...„Meine Mutter sagte uns, dass der Bruder meines Vaters vor seinem Haus von einem Heckenschützen erschossen worden war. Mein Vater war am Boden zerstört. Viele seiner Freunde waren ebenfalls getötet oder in Lagern interniert worden. Er war von großer Trauer und einer Scham erfüllt, die man nur schwer verstehen kann, wenn man so etwas nicht selbst erlebt hat.“

„Aber das Leben musste weitergehen; wir mussten all das hinter uns lassen und unser Leben weiterleben. Ich studierte Jura, machte meinen Abschluss an der Universität und begann, für Mission ohne Grenzen zu arbeiten. Seit 15 Jahren ist dies meine Berufung. Mein Glaube hat mir in dieser Zeit der Verzweiflung geholfen, weil Gott bei mir war und mich getröstet hat.“

„Heute sind wir eine starke Familie, und meine Kinder haben einen wunderbaren Großvater, der trotz seiner traumatischen Erfahrungen in der Lage ist, seinen Enkelkindern zu vermitteln, dass das Leben schön ist.“

„Ich kann nur mit dem Geschehenen fertigwerden, wenn ich mir sage, dass Mostar in dieser Zeit fest in der Hand des Bösen war. Die gesamte Arbeit von Mission ohne Grenzen mit Gemeinden, Familien, alten Menschen und Kindern ist seitdem darauf ausgerichtet, zu heilen und diesen Griff zu lockern.“

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