Eine obdachlose Seniorin entdeckt Gottes Liebe und Fürsorge

Nach dem Zusammenbruch ihrer Ehe verlor Tony alles. Dank der „Obdachlosenhilfe“ hat sie Gemeinschaft und Unterstützung gefunden.
Carmen Bohnacker
6. November 2026

Obdachlosigkeit im hohen Alter

„Ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem hohen Alter allein auf der Straße leben würde.“

Tony, 75, hatte eine schöne Kindheit und anschließend eine glückliche Ehe. Die Geschichte, wie sie obdachlos wurde, begann an dem Tag, als ihr Sohn Bulgarien verließ, um in Deutschland zu leben. Tony gab ihr Bestes, um den Kontakt aufrechtzuerhalten, doch nach und nach klingelte das Telefon nicht mehr und er brach den Kontakt ab.

Der Verlust der Beziehung zu ihrem Sohn gab Tony das Gefühl, geistig und emotional zu sterben. Ihre anderen Beziehungen litten unter ihrer Trauer, und schließlich zerbrach auch ihre Ehe. Tonys Ehemann zwang sie, die Wohnung zu verlassen, die ihm gehörte. Und so landete sie auf den Straßen von Sofia.

Lebenswichtige Unterstützung durch die „Obdachlosenhilfe“

Nachdem Tony vier Jahre lang auf der Straße gelebt hatte, war sie erleichtert, die „Obdachlosenhilfe“ zu entdecken – ein Projekt von „Mission ohne Grenzen“. Hier werden täglich warme, nahrhafte Mahlzeiten an Obdachlose ausgegeben.

Das Essen, das die Obdachlosenhilfe bereitstellt, ist für Tony absolut lebenswichtig, denn sonst müsste sie Mülltonnen durchwühlen, um sich zu ernähren. Aber mehr als alles andere liebt sie uns, das Team der Obdachlosenhilfe. Sie sagt oft: ‚Du, Nara, bist meine einzige Familie.‘
Nara, Mitarbeiterin von „Mission ohne Grenzen“

Eine Zeit lang konnte Tony ihre Obdachlosigkeit nicht mit ihrem Glauben an einen liebenden Gott vereinbaren, der einen Plan für sie hat. Dabei war ihre Geburt schon etwas ganz Besonderes für ihre Eltern. Sie erzählt: „Ich bin ein Wunder. Ich war ein Kind, für das meine Eltern lange gebetet hatten. Vorher hatten sie schon drei Babys verloren, und meine Eltern glaubten nicht, dass das vierte überleben würde.

Ich bin eine Überlebende, und ich dachte immer, dass Gott einen Plan für mich habe, aber in Wahrheit hatte ich nach all diesen Nöten aufgehört, daran zu glauben. Ich dachte mir: ‚Gott liebt mich nicht, denn wie könnten mir sonst so schlimme Dinge widerfahren?‘“

Ein wiedergewonnener Glaube

„Aber dann seid ihr, meine Familie, aufgetaucht“, sagt Tony glücklich. „Ihr von ‚Mission ohne Grenzen‘ habt mir den Glauben zurückgegeben, dass ich von Gott wirklich geliebt werde. Ich glaube nun daran, dass es noch Menschen gibt, denen ich wirklich am Herzen liege und die mich lieben, denn euer Lächeln ist aufrichtig, eure Freundlichkeit ist ebenfalls aufrichtig, und alles, was ich auf dem Rücken trage – jedes Kleidungsstück und jeder Schuh – stammt von euch."

Die Decke, in die ich mich jede Nacht einwickle, ist ein Geschenk von euch, das Essen, das ich bekomme – und ich muss nicht hungern –, kommt von euch, und ich weiß, dass Gott durch die Mission für mich sorgt.
Tony

Nara sagte: „Ich glaube, dass Gott immer bei uns sein wird, so wie er bei Tony ist. Selbst wenn uns alle unsere Lieben auf der Welt verlassen sollten, er ist da.“

Helfen Sie mit, obdachlosen Menschen wie Tony zu dienen und ihnen Gottes Liebe auf ganz konkrete Weise zu zeigen. Spenden Sie für die Obdachlosenhilfe.

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