„Ihr zeigt mir Gottes Liebe!“: Nadiya aus der Ukraine findet dank Unterstützung neue Kraft
Der Krieg in der Ukraine wütet bereits seit vier Jahren. Menschen wie Nadiya (76), die von Armut betroffen sind, leiden besonders unter den Folgen. Für sie bedeutet die Hilfe ein spürbares Zeichen von Gottes Liebe.18. März 2026
Nadiya lebt allein im Westen der Ukraine. Sie hält Hühner und baut Gemüse an, um sich zu versorgen. Ihr Mann, den sie sehr geliebt hat, starb vor acht Jahren. Ihre Tochter lebt weit weg und sieht sie nur selten. Besonders schlimm sind die Schmerzen in Nadiyas Beinen: Sie hatte deswegen Venen-Operationen, doch die Wunden heilen nicht und ihre Lage hat sich nur verschlimmert. „Ich stehe sehr früh auf, um auf dem Hof zu arbeiten, aber ich kann vor Schmerzen kaum einen Schritt laufen. Ich benutze zwei Stöcke und gehe sehr, sehr langsam.“
Hilfe in der Not
Oleksandr, Sozialarbeiter bei Mission ohne Grenzen, lebt nebenan. Er unterstützt die Seniorin schon seit einigen Jahren, so gut er kann: Er stapelt ihr Feuerholz, holt Wasser, fährt sie zum Arzt und holt Medikamente für sie. Seit zwei Jahren erhält sie außerdem Hilfe von Mission ohne Grenzen: Lebensmittel, Hygieneprodukte – Hilfe, ohne die sie nicht überleben könnte. Denn der Krieg hat ihre sowieso schon schwierige Situation weiter verschärft.
„Ich habe jetzt im Alter zum ersten Mal Krieg erlebt. Auch wenn es hier im Westen ruhiger ist, geht das Gefühl von Angst und Bedrohung nicht weg. Niemand hier plant mehr seine Zukunft, alle sind unsicher. Am schlimmsten ist, dass so viele junge Menschen an der Front sterben. Sie hätten irgendwann Familien gegründet, und nun ist alles zerstört“, erzählt Nadiya. „Auch meine Gesundheit hat unter der ständigen Angst, den ständigen Alarmen und der Bedrohung durch Bomben gelitten. Alles ist viel teurer geworden, und die staatliche Unterstützung reicht nicht aus.“
Hoffnung trotz allem
Volodymyr, Leiter von Mission ohne Grenzen in der Ukraine, schaut trotz der schweren Lage dankbar zurück: „Durch Gottes Gnade konnten wir Kindern während der Sommerfreizeiten eine Pause von Armut und Krieg schenken, Familien in Armut helfen und entwurzelten Menschen neue Hoffnung geben.“
Doch die aktuelle Not ist groß. „Der Winter ist dieses Jahr nicht nur besonders kalt, wir haben auch in der Westukraine mittlerweile mit Drohnenangriffen zu kämpfen. Sie richten sich vor allem gegen kritische Infrastruktur, so dass Menschen bei –25 Grad ohne Heizung in ihren Wohnungen sitzen. Danke für alle Hilfe und jedes Gebet, dank derer wir ein Hoffnungslicht für die Menschen hier sein können.“
Auch Nadiya hat das erlebt: „Ich weiß, dass Gott mir hilft! Wie? Schaut euch Oleksandr an! Er ist Gott gehorsam, seine Güte stärkt und wärmt mich. Ich fühle Liebe, wenn ich Hilfe durch die Mission erhalte; Hilfe, die durch die Spenden so vieler guter Leute möglich ist. Ich hoffe, wir sehen uns eines Tages alle im Himmel wieder!“
Ihre Spende macht einen Unterschied für die Menschen in der Ukraine.