„Eure Freundlichkeit wärmt mein Herz!“
Eine Familie in der Ukraine kann dank „Saat der Hoffnung“ Vorräte anlegen – und findet neue Hoffnung.21. September 2026
Die Ukraine war lange die Kornkammer Europas. Dank der fruchtbaren Böden, der riesigen Flächen und ihrer Seehäfen gehörte sie zu den Hauptexporteuren von Weizen, Mais, Sonnenblumen und mehr. Doch der russische Angriff 2022 hat die ukrainische Landwirtschaft hart getroffen. Besonders kleine Höfe wie der von Viktor und Mariya, die schon vor dem Krieg gegen die Armut kämpfen mussten, sehen sich u. a. durch höhere Preise für Saatgut, Treibstoff und Lebensmittel massiven Schwierigkeiten gegenüber.
Viktor und Mariya leben mit ihren acht Kindern in einem Dorf in der West-Ukraine. Große Familien sind hier keine Seltenheit. Das hängt neben religiösen Traditionen vor allem damit zusammen, dass es hier viele kleine Höfe gibt, die in hohem Maß auf Mithilfe der Familie angewiesen sind.
Eine Familie, die füreinander einsteht
Die Familie lebt in enger Verbindung zu ihrem Land. Auch wenn sie nicht viele materielle Güter haben, so ist ihr Haushalt doch reich an Liebe, Zusammenhalt und Vertrauen in Gott. Alle helfen mit, so gut sie können. Und das ist bei den vielfältigen Arbeiten auf dem kleinen Hof auch nötig: Die Familie hält Kühe, Schweine, Gänse und Hühner und baut Getreide und Gemüse an.
Trotzdem ist die Versorgung schwierig. Der Großteil der Lebensmittel werden von der Familie selbst benötigt. Für den Verkauf bleibt kaum etwas übrig – die Kosten für Medizin, Kleidung, Schulsachen und Nebenkosten fressen die mageren Einkünfte schnell auf.
„Mein Mann arbeitet hart, er ist freundlich und umsichtig. Und er ist Diakon in unserer Kirche“, erzählt Mariya. „Er hat keine feste Anstellung, aber er versucht, durch Gelegenheitsjobs Geld dazuzuverdienen, um für das Nötigste zu sorgen.“
Saatgut für eine hoffnungsvollere Zukunft
Seit die Familie durch eine Patenschaft unterstützt wird, hat sich die schwierige Situation entspannt. Die regelmäßigen Pakete mit Essen und Reinigungsmitteln sowie die Hilfsgüter wie Möbel, Kleidung und Schuhe werden von Mariya, Viktor und den Kindern als echter Segen empfunden. Besonderen Anteil hatte daran auch „Saat der Hoffnung“. Bei diesem spendenfinanzierten Saatgut-Projekt von Mission ohne Grenzen erhalten Familien und Einzelpersonen, die sich das sonst nicht leisten könnten, bis zu 17 verschiedene Sorten hochwertiges Saatgut. Dazu gehören Mais, Bete, Karotten, Tomaten, Paprika, Gurken, Rettich, Petersilie, Rucola, Dill, Zwiebeln und mehr.
Im vergangenen Jahr konnten 600 Familien mit Saatgut versorgt werden. Das ist Grund zur Dankbarkeit, denn ursprünglich waren 450 Familien geplant. Doch „Saat der Hoffnung“ ist mehr als nur Saatgut. Es bedeutet, von Frühling bis Herbst abwechslungs- und vitaminreiches Essen auf dem Speiseplan und Vorräte für den Winter. Es bedeutet, dass eine Familie wieder erlebt, dass sie sich selbst versorgen kann und den Umständen nicht machtlos ausgeliefert ist. Und es kann langfristig zu einer Einnahmequelle werden, wenn Überschüsse auf dem Markt verkauft werden können.
Mariya ist dankbar: „Eure Hilfe ist nicht nur Essen oder Kleidung. Sie ist Freundlichkeit, die das Herz wärmt; eine Erinnerung daran, dass Gott für uns sorgt.“ Die Familie hat durch die Unterstützung an Kraft gewonnen. Und gemeinsam mit ihrem Sozialarbeiter planen sie den nächsten Schritt in die Selbstständigkeit: eine Motorfräse oder ein Traktor wären als Hilfe zur Selbsthilfe gut geeignet.
Mit Ihrer Unterstützung kann neue Hoffnung wachsen – und ganze Familien ernähren. Spenden Sie jetzt!