„Ich möchte mich um Menschen kümmern, die Unterstützung brauchen“

Eine junge Frau aus Albanien studiert Krankenpflege. Möglich ist das durch ein Spenden-Stipendium von „Mission ohne Grenzen“.
Carmen Bohnacker
1. September 2026

Eine gute Berufsausbildung ist eines der wichtigsten Mittel im Kampf gegen die Armut. Lassen Sie uns Jugendliche und junge Erwachsene auch nach Abschluss der Schule gemeinsam mit Stipendien unterstützen, damit sie eine weiterführende (Hoch-)Schule besuchen oder eine Ausbildung machen können. Vanesa (23) aus Albanien ist eine der Stipendiatinnen.

Schlechte Voraussetzungen

Vanesas Eltern leiden unter gesundheitlichen Problemen. Mutter Mirela hat eine Gesichtslähmung, die es ihr schwer macht, eine Arbeit zu finden. Auch Vater Dashi fand nur selten eine stabile Arbeit und versuchte oft, mit dem Sammeln von Metallschrott das Auskommen seiner Familie zu sichern.

„Seit ich klein war, musste ich zusehen, wie meine Eltern im Krankenhaus und Arztpraxen nicht die nötige Versorgung erhielten. Sie waren zu arm, um Bestechungsgelder zu zahlen – und oft schien das medizinische Personal genau darauf zu warten“, erinnert sich Vanesa. „Ich habe mich so hilflos gefühlt!“

Durch eine Patenschaft erhielt ihre Familie nicht nur Essen und Hygieneprodukte, sondern auch Rat, Freundschaft, Gebet und Unterstützung bei der Ausbildung der Kinder. Und auch wenn es zu manchen Zeiten unwahrscheinlich schien, dass Vanesa unter diesen Umständen ihre Schule abschließen würde, ergriff sie jede angebotene Gelegenheit und machte ihren Abschluss.

Wenn Entschlossenheit auf Chancen trifft

Nach der Berufsschule traf Vanesa die Entscheidung, einen Bachelor in Krankenpflege zu machen. Die nötige Unterstützung bot das Stipendium durch einen Spender von „Mission ohne Grenzen“. „Ich wollte einen Beruf lernen, der mir Sicherheit und Stabilität gibt“, erklärt die junge Frau ihre Entscheidung. „Aber ich wollte mich auch um Menschen kümmern, die leiden und dringend Unterstützung brauchen.“

Ich bin glücklich, wenn ich jetzt sehe, wie Vanesa ihren Traum verfolgt. Mirela, Vanesas Mutter

Vanesas Eltern bedeutet das viel. „Mein Mann und ich haben keine Ausbildung, weil unsere Familien zu arm waren“, sagt Mirela. „Doch die Unterstützung durch die Paten, die Mission und Gottes Hilfe haben uns ermutigt. Ich bin glücklich, wenn ich jetzt sehe, wie Vanesa ihren Traum verfolgt.“ Doch nicht nur die Eltern sind stolz. Vanesas kleine Schwester Sonila (15) ist ebenfalls entschlossen, eines Tages in die Fußstapfen ihrer Schwester zu treten: „Ich hoffe, eines Tages auch an der Universität zu studieren.“

Nachdem sie erfolgreich ihren Bachelor abgeschlossen hat, ist Vanesa nun im Masterstudium und spezialisiert sich auf chirurgische Pflege. Nebenbei bereitet sie sich auf die nationalen Examina vor, die ihr erlauben, im öffentlichen Gesundheitssystem Albaniens zu arbeiten, und hat ihr klinisches Praktikum in Durrës begonnen. „Manchmal ist es anstrengend, alles unter einen Hut zu bringen, aber ich weiß, dass mir die Ausbildung die Chance gibt, eine bessere Zukunft für mich und meine Familie aufzubauen“, sagt Vanesa. „Ich weiß, woher ich komme. Deshalb will ich niemals aufgeben. Eines Tages hoffe ich, anderen genauso helfen zu können, wie mir geholfen wurde.“

Helfen Sie jungen Menschen, sich nach einer besseren Zukunft auszustrecken. Spenden Sie jetzt.

Teilen: