Die Freizeit, die Grygoriys Herz veränderte

Ein Junge, dessen Vater im Ukraine-Krieg verwundet wurde, findet Licht und Heilung auf der Sommerfreizeit.
Mission Without Borders
31. Mai 2026

Ein Vater an der Front

Der Krieg hat Grygoriy die alltäglichen Freuden seiner Kindheit gestohlen.

Statt am Ende jedes Tages die Stimme seines Vaters zu hören, herrschte Stille. Statt Gewissheit herrschte Angst. Sein Vater war 2022 zur Armee gegangen, um seine Familie zu beschützen, und jeder Anruf von der Front brachte neue Sorgen mit sich.

„Als mein Vater an der Front war, hat das Leben irgendwie angehalten“, sagt der 10-jährige Grygoriy. „Bei jedem Anruf hat mein Herz kurz ausgesetzt. Ich hatte dann immer Angst, dass ihm etwas passiert sein könnte. Und wenn wir lange Zeit nichts von ihm gehört haben, wurde die Angst noch größer.“

Eine andere Art von Held

Dann kam die Nachricht, die seine Familie so sehr gefürchtet hatte. Grygorijs Vater war im Kampf schwer verwundet worden. Ein Granatsplitter hatte seinen Kopf getroffen, was zu einer Hirnverletzung führte. Seitdem ist er behindert.

„Es ist schwer, mich daran zu erinnern, wie ich ihn zum ersten Mal nach seiner Behandlung gesehen habe“, erzählt Grygoriy. „Sein Kopf war bandagiert, er hatte keine Zähne mehr, und sein Gesicht war voller Narben. Ich hatte Angst, ihm nahezukommen, und mir machte es Angst, wie anders alles war. Ich habe mir Sorgen gemacht, dass er sich nicht mehr wie mein Held anfühlen würde.“

Doch mit der Zeit wurde Grygoriy Zeuge einer anderen Art von Mut. Sein Vater lernte langsam wieder zu lächeln. Er arbeitete unermüdlich an seiner Rehabilitation und schaffte den Übergang vom Rollstuhl zum selbstständigen Gehen. Er brachte Grygoriy das Schachspielen bei und zeigte ihm, wie Beharrlichkeit angesichts immenser Herausforderungen aussieht.

„Für mich wurde er zu einer ganz anderen Art von Held“, sagt Grygoriy. „Ein Held, der jeden Tag kämpft.“

Licht statt Dunkelheit

Als Grygoriy zur Sommerfreizeit von „Mission ohne Grenzen“ eingeladen wurde, wollte er nicht hingehen. Er hatte Schuldgefühle, seinen Vater zurückzulassen, und konnte sich kaum vorstellen, Spaß zu haben nach allem, was seine Familie durchgemacht hatte.

In den ersten Tagen sprach er kaum ein Wort. Während die anderen Kinder lachten und spielten, beobachtete Grygoriy alles still von der Seitenlinie aus. Doch umgeben von fürsorglichen Betreuern, Freundschaft, Gebet und Akzeptanz begann sich etwas zu ändern.

Auf der Freizeit erwartete niemand von ihm, seinen Schmerz zu verbergen. Er wurde genau so angenommen, wie er war. Durch Spiele, Bibelstunden, Lagerfeuer und Gespräche über den Glauben entdeckte Grygoriy einen Ort, an dem er endlich wieder aufatmen konnte.

Eines Abends, nachdem er über den Schmerz nachgedacht hatte, den er fühlte, teilte er eine bemerkenswerte Erkenntnis mit:

„Mir wurde klar, dass ich keine Rache will. Ich möchte mit denen zusammen sein, die Licht bringen, die mich unterstützen.“

Für ein Kind, das im Schatten des Krieges aufgewachsen ist, war dies ein bedeutender Schritt in Richtung Heilung.

Heute brauchen Kinder wie Grygoriy dringend sichere Orte, an denen sie Freude, Freundschaft und die Hoffnung erfahren können, die in Christus zu finden ist.

Helfen Sie, das möglich zu machen?

Mit Ihrer Spende können Sie einem vom Krieg betroffenen Kind die Teilnahme an der Sommerfreizeit ermöglichen. Schenken Sie Frieden, Heilung und neue Hoffnung für die Zukunft.

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