Neues Selbstvertrauen für Elena
So veränderte die Sommerfreizeit das Leben eines Mädchens aus Bosnien-Herzegowina.29. April 2026
Für Kinder, die in Armut leben, ist ein Urlaub außerhalb jeder Reichweite – so wie oft auch ein eigenes Bett, drei Mahlzeiten am Tag und vieles Weitere, was für andere selbstverständlich ist . Die Sommerfreizeiten, die Mission ohne Grenzen zusammen mit vielen Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen organisiert, sind für diese Kinder eine echte Chance. So wie für Elena (8) aus Bosnien-Herzegowina.
Elena stammt aus einer großen Familie, die in einer Roma-Gemeinschaft im Nordosten Bosnien-Herzegowinas lebt. Ihre Eltern sind liebevoll und arbeiten viel, um ihren neun Kindern ein gutes Leben zu ermöglichen. Doch wenn Essen, Schulsachen, Kleider und Miete bezahlt sind, bleibt kein Geld für Extras. Schulausflüge oder Freizeitgestaltung, die zusätzliches Geld kostet, sind einfach nicht möglich.
Ein großes Abenteuer
Als Elena das Freizeitgelände betritt, ist das für sie der Beginn einen großen Abenteuers. Sie ist das erste Mal weg von zuhause – ein Meilenstein, auch wenn ihre älteste Schwester als Ehrenamtliche bei der Freizeit mitarbeitet. Anfangs ist das Mädchen noch sehr schüchtern: Da die Familie oft umgezogen ist, musste sie häufig die Schule wechseln und hatte Schwierigkeiten, unter den anderen Kindern ihren Platz zu finden.
Doch auf der Freizeit ist alles anders. Elena findet schnell Freunde, probiert viel Neues aus. Ihr Lieblingsort ist der Swimmingpool. Zum ersten Mal in ihrem Leben geht sie schwimmen und lernt schnell, sich alleine über Wasser zu halten. Zu merken, wie mutig sie sein kann und dass sie Fähigkeiten hat, von denen sie nichts wusste, gibt ihrem Selbstvertrauen Auftrieb. Das bemerkt auch ihre Schwester Belma: „Die Sommerfreizeit hat Elena verändert“, sagt sie stolz. „Sie hat ihr ein Selbstvertrauen gegeben, das sie vorher nicht hatte.“
Momente, die das Leben verändern
Die Sommerfreizeit ist vollgepackt mit schönen Erfahrungen und stärkenden Momenten. Dazu gehören Sport und Spiele genauso wie Basteln und kreative Workshops. Bibelstunden, Lieder und Gebete erinnern die Kinder auch daran, dass sie wertvoll und geliebt sind.
Für Kinder wie Elena ist die Freizeit kein Luxus, sondern enorm wichtig für ihr zukünftiges Leben. Sie erleben hier, dass sie dazugehören. Sie haben die Chance sich auszuprobieren. Und sie erleben Erfolge, die ihnen die Armut sonst viel zu oft verwehrt. Diese Erfahrungen bleiben, auch wenn nach einer wundervollen Woche der Alltag wieder eingekehrt ist. So geht es auch Elena: Als das neue Schuljahr beginnt, ist sie offener und selbstsicherer. Sie bringt sich mehr ein.