„Wir wollen lernen“ – Kinder bekommen Schulsachen und Mut für die Zukunft
Zef (6) beginnt sein erstes Schuljahr ganz selbstbewusst – dank der Schulstart-Kampagne von „Mission ohne Grenzen“27. Juli 2026
*Alle Namen außer dem des Sozialarbeiters wurden geändert
Kindertraum und Muttersorgen
Begeistert umarmt der sechsjährige Zef seinen neuen Rucksack, der voll mit Schulmaterial ist. „Das ist das beste Geschenk, das ich jemals bekommen habe“, schwärmt er. „Jetzt kann ich in die Schule gehen. Und wenn ich groß bin, möchte ich Arzt werden, damit ich Menschen helfen kann.“
Zef und seine Familie leben in Durrës (Albanien) in Armut. Nachdem sie eine von Gewalt geprägte Beziehung hinter sich gelassen hat, tut seine Mutter alles, was sie kann, um ihre Kinder mit einem geringen Einkommen großzuziehen. „Es war nicht leicht, neu anzufangen, aber ich habe es für meine Kinder getan. Sie verdienen Frieden und eine Zukunft“, sagt sie.
Zefs Mutter arbeitet Vollzeit als Reinigungskraft in einer Schneiderei, doch mit ihrem begrenzten Einkommen ist es schwierig, Schulmaterial für alle ihre Kinder zu bezahlen. Sie erklärt, was das bedeutet: „Es gab Zeiten, in denen ich mich zwischen Essen und Schulmaterial entscheiden musste.“
Bildung ist jeden Schritt wert
Alle sechs Kinder – vier Jungen und zwei Mädchen im Alter von sechs bis 17 Jahren – gehen zur Schule. Die älteren Kinder, Genta und Gjyle, besuchen die Berufsschule bzw. das Gymnasium. Die jüngeren gehen zur Grundschule. Jeden Tag legen sie zu Fuß lange Wege zurück, um ihre Schulen zu erreichen, egal ob es regnet oder die Sonne scheint. Für eine Busfahrkarte fehlt das Geld.
„Es ist nicht einfach, besonders wenn es kalt oder nass ist, aber wir gehen hin, weil wir lernen wollen. Wir wollen ein anderes Leben führen“, sagt die 16-jährige Gjyle.
Die Lebensbedingungen der Familie sind schwierig. Es gibt wenig Platz, keinen eigenen Lernbereich, und ihr Budget reicht kaum für den täglichen Bedarf. Lange Zeit waren selbst einfache Schulmaterialien unerschwinglich.
Ein einfaches Geschenk für eine hellere Zukunft
Deshalb ist die „Schulstart“-Kampagne von „Mission ohne Grenzen“ so wichtig. Jedes Kind erhält einen Rucksack voller wichtiger Schulutensilien – Hefte, Kugelschreiber, Bleistifte, Buntstifte.
„In dem Moment, als Zef seinen Rucksack öffnete, konnte man sehen, wie sich etwas in seinen Augen veränderte“, erzählt Arian, der Familiensozialarbeiter der Mission. „Und das galt nicht nur für ihn. Alle Kinder haben dieses Jahr ihre Schulutensilien erhalten. Das ist der Beginn einer besseren Zukunft für sie.“
Zum ersten Mal hat jedes Kind in der Familie alles, was es für die Schule braucht. „Mit dieser Hilfe fühle ich mich jetzt weniger allein. Ich habe das Gefühl, dass sich jemand um uns kümmert“, sagt Zefs Mutter bewegt.
Heute geht Zef selbstbewusst zur Schule, weil er weiß, dass er alles hat, was er braucht. „Ich liebe meinen Rucksack. Das bedeutet, dass ich wie alle anderen zur Schule gehen kann“, sagt er mit einem schüchternen Lächeln.
Arian sagt: „Das ist eine Familie, die sich sehr bemüht, der Armut zu entkommen, ihre Probleme hinter sich zu lassen und sich auf die Zukunft zu konzentrieren – in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Mit ihrem Glauben an Gott bin ich zuversichtlich, dass diese Familie ihren Weg gehen und diese dunklen Tage eines Tages hinter sich lassen wird.“
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