„Als ich das Brennholz sah, weinte ich vor Freude!“

Eine junge Familie aus Bosnien-Herzegowina findet Wärme und Freundschaft im kalten Winter Sarajewos.
Carmen Bohnacker
5. Januar 2026

Esmeralda und Eldin sind beide 26 Jahre alt und tragen bereits viel Verantwortung. Sie leben mit ihren vier kleinen Kindern in einem Dorf nahe Sarajewo. Damit Isko (8), Emira (7), Danijel (5) und Adil (4) ein gutes Leben haben, geben die beiden ihr Bestes. Doch egal, wie viel sie arbeiten, das Geld fehlt an allen Ecken und Enden. Das ist in den kalten bosnischen Wintern besonders schlimm.

Junge Eltern und eine schwere Last

Eldin arbeitet unermüdlich als Tagelöhner, auch wenn die Bezahlung schlecht ist. Esmeralda musste ihren neuen Job bald schon wieder aufgeben, weil sie eigentlich immer ein krankes Kind zuhause hatte, um das sie sich kümmern musste. Zusätzlich sammelt das Paar Altmetall und verkauft sonntags auf dem Markt, was möglich ist. Trotzdem müssen sie jeden Cent dreimal umdrehen. Um das Haus einigermaßen warm zu halten, sammeln sie Zweige, Holzreste und anderes brennbares Material.

Das Haus ist in einem wirklich schlechten Zustand. Es wird eiskalt, und die Kinder sind fast den ganzen Winter über krank. Sandra, Sozialarbeiterin

Sandra, Sozialarbeiterin bei Mission ohne Grenzen, begleitet die Familie. Sie erzählt: „Esmeralda und Eldin sind noch jung, aber sie kümmern sich sehr gut um ihre Kinder. Doch die Schwierigkeiten, vor denen sie stehen, wachsen ihnen über den Kopf. Das Haus, in dem die Familie lebt, ist in einem wirklich schlechten Zustand. Im Winter hängen sie die Fenster mit Decken ab, damit die Kälte draußen bleibt, doch das hilft nicht wirklich. Das Haus wird eiskalt. Die Kinder sind fast den ganzen Winter über krank, was es noch schwieriger für die jungen Eltern macht.“

Wärme vertreibt den Winter

Als die Familie ins Patenschaftsprogramm von „Mission ohne Grenzen“ aufgenommen wurde, war sie überglücklich. Das Programm unterstützt Familien und Kinder in Armut ganzheitlich – dazu gehört auch die Versorgung mit Essen, Kleidung und anderen dringend benötigten Dingen. Die junge Familie erhält zusätzlich Feuerholz.

„Esmeralda konnte ihre Tränen kaum zurückhalten, als sie sah, wie das Holz abgeladen wurde. Feuerholz bedeutet nicht nur lebenswichtige Wärme. Es bedeutet auch Sicherheit, Würde und das Wissen, dass die Kinder selbst in den kältesten Nächten warm und ruhig schlafen können. Sie und ihr Mann sind so dankbar, dass wir an ihrer Seite stehen“, erklärt Sandra.

Hoffnung für die Zukunft

Esmeralda und Eldin sind so dankbar, dass wir an ihrer Seite stehen! Sandra, Sozialarbeiterin

Nicht nur die materielle Unterstützung bedeutet den jungen Eltern viel. Esmeralda hat in Sandra eine Freundin gefunden, die für sie da ist und ihr zuhört. „Sandra ist ein Geschenk direkt von Gott“, sagt die junge Frau bewegt. Auch der Rest der Familie freut sich über jeden Besuch der Sozialarbeiterin, die sich Zeit für sie alle nimmt. „Die Kinder laufen mir oft schon entgegen, wenn sie mein Auto hören“, erzählt Sandra lächelnd. „Dann zeigen sie mir stolz ihre Hefte und Schulsachen. Sie sehen einfach, wie sehr sie mir am Herzen liegen und wie wichtig sie mir sind.“

Dank Feuerholz und Sandras liebevoller Begleitung ist es im Haus von Esmeraldas und Edins Familie warm geworden. So wie in ihren Herzen. Sie wissen jetzt, dass sie sich der Zukunft nicht allein stellen müssen, sondern haben Hoffnung auf hellere, wärmere Tage. Und darauf, dass Gott sie sieht und sich um sie kümmert.

Tausende Familien in Osteuropa leben wie Esmeralda, Eldin und ihre Kinder in bitterer Armut. Helfen Sie mit, ihnen Wärme und neue Hoffnung zu schenken.