Warme Kleidung, warmes Herz: So kommen Familien gut durch den Winter

Eine alleinerziehende Mutter und ihre Kinder haben dank der „Aktion Winterhilfe“ in Moldawien ein warmes Zuhause.
Carmen Bohnacker
5. Januar 2026

Larisa (49) ist alleinerziehend und tut ihr Möglichstes, um ihre vier Kinder Julia (16), die Zwillinge Taisia und David (6) und Laura (5) zu versorgen. Doch die Kosten sind hoch und das verfallene Haus schwer zu heizen. Eigentlich kann Larisa es sich deshalb nicht leisten, nicht zu arbeiten. Weil ihr Mann zu viel Alkohol trank und den Kindern zunehmend Angst machte, sah sie irgendwann keine Alternative mehr, als sich von ihm zu trennen. Seitdem ist sie die alleinige Versorgerin der Familie. Doch seit die Lederfabrik geschlossen wurde, in der sie angestellt war, ist das Leben sehr schwer geworden.

In großer Not

Ich musste sogar den Walnussbaum im Hof fällen, damit wir das Haus irgendwie heizen konnten. Larisa

„Es gibt nicht viele Möglichkeiten, hier im Dorf Arbeit zu finden“, erzählt sie. „Manchmal gibt mir die Marktfrau Lebensmittel auf Kredit, weil sie mich kennt und weiß, dass ich das Geld zurückzahlen werde. Um unser Haus im Winter zu heizen, sammle ich alle Zweige, die ich finden kann. Ich musste sogar den Walnussbaum im Hof fällen, damit wir das Haus irgendwie heizen konnten.“

Das Haus gehört einem Verwandten. Larisa hat hart daran gearbeitet, es bewohnbar zu machen. Sie hat die Zimmerdecke renoviert, die am Einstürzen war, und den Ofen repariert. Eine Küche oder ein Badezimmer gibt es nicht.

Briketts und warme Kleidung für die ganze Familie

Als Oleg, Sozialarbeiter bei Mission ohne Grenzen, mit Winterkleidung und 500 kg Briketts vor Larisas Tür steht, kann sie ihr Glück kaum fassen. „Wir hätten uns das nie leisten können“, sagt sie bewegt. „Brennholz kostet hier rund 1.300 MDL (rund 67 €) pro Kubikmeter, und wir hätten drei oder vier Kubikmeter gebraucht.“

Die Mädchen fühlen sich jetzt wie Prinzessinnen. Larisa

Auch die Kinder strahlen. Laura, Taisia und David gehen in den Kindergarten und sind lebhaft und klug. Doch bisher hatten sie nur dünne Kleidung und Schuhe, die nicht für den Winter taugt. Oleg, der sie regelmäßig besucht, seit die drei jüngsten im Kinderpatenschaftsprogramm sind, kennt ihre Vorlieben. Und so bekommt jedes Kind warme Winterkleidung in den jeweiligen Lieblingsfarben. Die verteilte Kleidung stammt teils aus Gebrauchtkleiderlieferungen, u. a. auch aus Deutschland, teils wurde sie extra von Unterstützern gestrickt.

„Vielen Dank für die Kleidung und Schuhe“, sagt Larisa voller Freude. „Nun können die Kinder in den Kindergarten gehen und im Schnee spielen wie andere Kinder auch. Laura und Taisia freuen sich vor allem über ihre rosa Jacken. Sie fühlen sich wie Prinzessinnen!“

Dringend benötigte Hilfe, die ankommt

„In Larisas Dorf leben 80 % der 3.000 Einwohner in Armut“, berichtet Oleg. „Ihr Geld reicht gerade für Essen und Nebenkosten. Viele müssen ihre Schweine oder Kühe verkaufen, um Geld für Wintersachen zu haben, und geraten so in noch tiefere Armut. Manche, die im Wald arbeiten, lassen sich ihren Lohn in Holz auszahlen, viele sammeln Zweige. So überleben sie irgendwie den Winter.“

Unterstützen Sie Familien wie die von Larisa und helfen Sie mit, dass Kinder es in diesem Winter warm haben.